Während altersgerechte Arbeit bedeutet, dass die Arbeitsbedingungen den Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen, betrifft der Begriff Alternsgerechtigkeit alle Altersgruppen. Alternsgerechte Arbeit zielt darauf ab, dass die Erwerbsbiografie so ausgestaltet ist, dass Arbeitnehmende im Alter möglichst gesund sind. Es geht also um den Prozess des Alterns.
Hintergrund
Im Kontext des demografischen Wandels steigt in vielen Betrieben der Altersdurchschnitt der Belegschaften. Damit auch die älteren Kollegen eine gute Arbeitsleistung erbringen können, müssen die Betriebe ein entsprechendes – alternsgerechtes – Arbeitsumfeld schaffen.
Damit im Laufe eines langen Berufslebens möglichst wenige Einschränkungen der Leistungs- und Einsatzfähigkeit entstehen, müssen entsprechende Gestaltungsmaßnahmen am Arbeitsplatz bereits bei jüngeren Beschäftigten beginnen.
Gestaltungsmaßnahmen
Maßnahmen zur Förderung der Alternsgerechtigkeit sind etwa:
Schweres Heben und Tragen, krumme Körperhaltung oder Arbeiten über Kopf halten 20-Jährige zwar besser aus. Gesund ist es aber in keinem Alter. Ungesunde körperliche Anstrengung sollten auch junge Beschäftigte möglichst vermeiden. Dasselbe gilt für Stress. Wenn immer weniger Leute immer mehr produzieren sollen, stoßen auf Dauer selbst jüngere Beschäftigte an ihre Grenzen.
In diesem Sinne setzt Alternsgerechtigkeit auf allen Ebenen an: bei der Arbeitsgestaltung und -organisation, der Arbeitszeit, der Gesundheitsförderung sowie in der der Aus- und Weiterbildung.