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Arbeitslexikon

Kurze Informationen von A bis Z - in unserem Arbeitslexikon kannst du Begriffe zur Arbeitswelt und einem guten Leben nachschlagen.

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Akkordarbeit

Akkordarbeit ist eine Vergütungsform, bei der die Bezahlung sich nach der geleisteten Arbeitsmenge richtet. Man spricht daher auch von einer leistungsabhängigen Vergütung. Dabei ist nicht die Zahl der Arbeitsstunden, sondern die produzierte Menge, etwa die Stückzahl, Grundlage für die Berechnung des Arbeitslohns. Anstelle eines Stundenlohns gibt es also einen Akkordlohn. Akkordarbeit ist in Deutschland grundsätzlich legal, wird jedoch immer seltener praktiziert.

Arten der Akkordarbeit
Unterschieden wird zwischen Zeitakkord und Geldakkord. Beim häufiger vorkommenden Zeitakkord gibt es einen Grundlohn, der sich an einer vorgegebenen Sollzeit für ein Produkt orientiert. Erledigt ein Beschäftigter seine Arbeit in kürzerer Zeit, gibt es einen Akkordzuschlag.
Beim eher seltenen Geldakkord entfällt der Grundlohn, der Arbeitslohn wird vollständig auf Grundlage der hergestellten Menge berechnet.

Gesetzliche Beschränkungen und Nachteile der Akkordarbeit 
Durch Akkordarbeit soll ein Anreiz gegeben werden, die Leistung der Beschäftigten zu steigern. Arbeitende die im Akkord angestellt sind, versuchen ihren Akkordlohn zu steigern, indem sie in derselben Zeit mehr leisten. Menschen, die im Akkord arbeiten, gehen oft an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Nicht zuletzt ist Akkordarbeit deshalb in der Regel mit besonderen gesundheitlichen Gefahren verbunden. Werdende Mütter und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen aus diesem Grund auch keine Akkordarbeit leisten (§ 23 JArbSchG, § 11 MuSchG).

Weil Akkordarbeit nicht nur mit Nachteilen für Beschäftigte, sondern auch mit wesentlichen Nachteilen für den Betrieb verbunden ist, wird sie immer seltener praktiziert. Weil Akkordarbeit auf Menge angelegt ist, geht sie oft zulasten der Qualität von Werkstücken. Eine schlechtere Qualität der Werkstücke führt dabei zu höheren Kosten für den Betrieb, insbesondere wenn Maßnahmen zur Qualitätssicherung getroffen werden müssen.
Akkordarbeiter melden sich oft schon bei leichteren Erkrankungen arbeitsunfähig. Der Grund: Auch leichte Erkrankungen mindern die Arbeitsleistung und damit das Einkommen. Akkordarbeit führt daher auch zu einem höheren Krankenstand.