Interview mit Norbert Blüm Leiharbeit die Krallen schneiden

Der Sozialstaat funktioniert, wenn man ihn nicht als Spendentopf für Arbeitgeber missbraucht, sagt Ex-Minister Norbert Blüm. Er tritt für einen Kurswechsel ein und ist einer der Schirmherren der IG Metall-Initiative „Gleiche Arbeit – gleiches Geld“.

Brüssel, Fahne, Politik

29. Juli 2010 29. Juli 2010


Du hast bald ein 60-Jahres-Jubiläum. Weißt Du, welches?
Norbert Blüm:

Du bist schon mit 15 Jahren eingetreten, als Azubi bei Opel in Rüsselsheim.
Blüm:

Und wie stehst Du heute dazu?


Du bist einer der Schirmherren der IG Metall-Initiative „Gleiche Arbeit – gleichesGeld“.Warum?
Blüm:

Wenn der Sozialstaat nicht einspringen würde.
Blüm:

Du warst 1982 bis 1998 Bundesminister. Was war damals anders bei der Leiharbeit?
Blüm:

Die ersten Klötze verschwanden, als Du Minister warst: Die Einsatzzeit wurde ausgeweitet.
Blüm:

Du kritisierst wieder die Regierung Schröder. Aber die ersten Weichen hat doch das Kohl- Kabinett gestellt.
Blüm:

Welche Fehler würdest Du heute rückgängig machen?
Blüm:

Was muss die Politik jetzt tun?
Blüm:

Warum tut sich Deine Partei, die CDU, denn so schwer mit dem Mindestlohn?
Blüm:

Die IG Metall startet im Herbst ihre Kampagne „Kurswechsel für ein Gutes Leben“. Was ist für Dich „Gutes Leben“?
Blüm:

Mit der schwarz-gelben Koalition dürfte es doch wohl schwierig werden, da etwas zu verbessern.
Blüm:

Bis auf die der FDP offenbar.
Blüm:
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