Tarifrunde Schreib- und Zeichengeräte 2026 Mehr Geld bei Faber-Castell, Schwan-Stabilo und Lyra

Tarifabschluss in der Schreib- und Zeichengeräteindustrie: Einmalig 300 Euro im Dezember 2026, für Azubis 150 Euro. Dauerhaft 75 Euro mehr im Monat ab Juli 2027, weitere 75 Euro ab Juli 2028, für Azubis jeweils 50 Euro mehr. Über 1000 Beschäftigte haben dafür mit Warnstreiks Druck gemacht.

Warnstreik bei Lyra in Nürnberg

26. Oktober 2026 26. Oktober 2026


Mehr Geld in der Schreib- und Zeichengeräteindustrie (SZI) in Bayern. Mehr als 1000 Beschäftigte bei Faber-Castell, Schwan-Stabilo und Lyra (Foto oben) haben dafür mit Warnstreiks Druck gemacht.

Das Tarifergebnis:

  • Dezember 2026: Einmalzahlung 300 Euro, Auszubildende 150 Euro. 
  • Juli 2027: Erhöhung der Monatsentgelte um 75 Euro, für Auszubildende um 50 Euro
  • Juli 2028: Erhöhung der Monatsentgelte um weitere 75 Euro, für Auszubildende um 50 Euro

Außerdem wird die Einzahlung der Arbeitgeber in den Demografie-Fonds, aus dem unter anderem die Altersteilzeit finanziert wird, von 300 auf 350 Euro pro Beschäftigten im Jahr erhöht.
 


Warnstreik bei Schwan-Stabilo in Heroldsberg

Warnstreik bei Schwan-Stabilo in Heroldsberg

 

Niedrige Einkommen und Azubis profitieren besonders

„Mit diesem Tarifergebnis stärken wir die Kaufkraft der Beschäftigten in herausfordernden Zeiten“, erklärt Sascha Wojtkowski, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern. „Überproportional profitieren die Beschäftigten mit niedrigen Einkommen, die besonders unter den gestiegenen Preisen leiden. Auch die Auszubildenden entlasten wir überproportional und steigern gleichzeitig die Attraktivität der Ausbildung.“

Den Tarifabschluss hat die IG Metall in der zweiten Verhandlungsrunde erzielt. In der Schreib- und Zeichengeräteindustrie arbeiten rund 3500 Beschäftigte.

„Die Arbeitgeber wollten uns wie immer am liebsten nichts geben“, meint Manuel Menger, Betriebsrat bei Faber-Castell in Geroldsgrün und Mitglied der Tarifkommission. „Am Ende haben wir aber wichtige Punkte durchgesetzt: einen Festbetrag, keine längeren Arbeitszeiten und keine Eingriffe in den Tarifvertrag. Der Warnstreik hat dabei sicher nochmal den nötigen Druck gemacht.“

Weitere Hintergründe auf der Webseite der IG Metall Bayern

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