Sozialstaat 26. September: Bundesweiter Aktionstag für soziale Politik

Länger arbeiten, weniger Rente, Einschnitte bei der Pflege: Der Angriff auf den Sozialstaat wird immer heftiger. Am 26. September stemmen sich Metallerinnen und Metaller dagegen. Beim Aktionstag „Hart verdient“ geht es in 15 deutschen Städten auf die Straße.

Ruhrpott Rebellion am 07.07.2026

1. September 2026 1. September 2026


Vielen Menschen wird es langsam unheimlich: Die ständigen Nachrichten über drohenden Sozialabbau verunsichern Beschäftigte und ihre Familien.

Erst werden Medikamente verteuert, dann soll ab dem ersten Tag einer Erkrankung ein Attest vom Arzt fällig sein. Das Rentenalter soll noch weiter steigen und die "Rente ab 63" abgeschafft werden. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen Kürzungen aushalten.

Soziale Politik sieht anders aus.

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im ganzen Land nehmen das nicht länger hin.

Am 26. September 2026 ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften zu einem bundesweiten Aktionstag in 15 Großstädten auf. Motto: 

„Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“


Ziel des Aktionstags: eine deutliches Signal an die Bundesregierung senden. Für einen starken Sozialstaat, für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten.

„Wer den Sozialstaat angreift, bekommt unseren Widerstand zu spüren“, sagt Ralf Reinstädler, Sozialvorstand der IG Metall. „Wer den Beschäftigten Rechte, Sicherheit und soziale Standards nehmen will, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“


Hier demonstrieren wir am 26. September 2026:

  • Berlin ++ IG Metall-Haus (Alte Jakobstraße 149) ++ 12:00 Uhr
  • Bremen ++ Sterndemo (3 Startpunkte) ++ 11:00 Uhr
  • Erfurt ++ Hauptbahnhof ++ 10:00 Uhr
  • Essen ++ Burgplatz ++ 11:00 Uhr
  • Frankfurt am Main ++ Willy-Brandt-Platz ++ 11:00 Uhr
  • Freiburg ++ Stühlinger Kirchplatz ++ 12:00 Uhr
  • Hamburg ++ Hauptbahnhof ++ 10:30 Uhr
  • Hannover ++ Ort und Zeit noch nicht bekannt
  • Kiel ++ Rathausplatz ++ 11:55 Uhr
  • Leipzig ++ Volkshaus & Johannisplatz ++ 10:30 Uhr
  • Magdeburg ++ Ort und Zeit noch nicht bekannt
  • Nürnberg ++ Kornmarkt ++ 12:00 Uhr
  • Rostock ++ Ort und Zeit noch nicht bekannt
  • Saarbrücken ++ Bürgerpark ++ 11:00 Uhr
  • Stuttgart ++ Schloßplatz ++ 11:55 Uhr

Zu teuer, zu faul, zu oft krank?


Für die IG Metall ist klar: Es muss Schluss sein mit der ständigen Botschaft „ihr seid zu teuer, zu oft krank oder zu alt“ an die arbeitende Mehrheit.

Nicht die Beschäftigten sind das Problem. Sie schaffen den Wohlstand, sie halten Betriebe und dieses Land jeden Tag am Laufen.

Errungenschaften wie die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren und das Blockmodell der Altersteilzeit müssen unbedingt erhalten bleiben.

Eine gute Gesundheitsversorgung für alle und eine Rente, die zum Leben reicht: Dafür müssen wir jetzt Druck machen.

Der Aktionstag am 26. September ist dafür der nächste große Schritt.


Alles Infos zu den Kundgebungen:

Am 26. September finden in 15 Großstädten Kundgebungen gegen Sozialabbau statt.

In vielen Städten gibt es zuerst eine Demonstration und im Anschluss eine Kundgebung. In anderen Städten treffen wir uns direkt am Kundgebungsort.

Wie genau es bei Dir vor Ort läuft kannst Du auf der zentralen Webseite des DGB hier nachlesen.

Dort gibt es auch Informationen zur gemeinsamen Anreise per Bus.

Alle Termine zu bundesweiten Aktionen gegen Sozialabbau

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