Pressemitteilung 37/2026 Kein Werk in den USA auf dem Rücken der deutschen Standorte

Statements von Barbara Resch und Yvonne Möller

26. Oktober 2026 26. Oktober 2026


Stuttgart/Neckarsulm. Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, und Yvonne Möller, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm und Mitglied des Aufsichtsrats der Audi AG, zum öffentlichen Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner und US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Audi-Werk in den Vereinigten Staaten.

Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg: 
„Öffentliche Inszenierungen ersetzen keine Beschlüsse und dürfen nicht wie eine Vorentscheidung wirken. Die Beschäftigten in Ingolstadt, Neckarsulm und an den übrigen deutschen Standorten dürfen nicht die Zeche für Zollstreitigkeiten und strategische Fehlentscheidungen zahlen. Wer Produktion verlagern will, muss offen sagen, welche Standorte, Stückzahlen und Arbeitsplätze betroffen sind. Dazu gehört eine ernsthafte Verhandlung mit den Betriebsräten. Für uns steht an erster Stelle, dass die deutschen Standorte zukunftsfähig bleiben, die Werke gut ausgelastet sind und Beschäftigung sowie Wertschöpfung in Deutschland gesichert werden.“

Yvonne Möller, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm: 
„Wer so agiert, verspielt Vertrauen. Die Kolleginnen und Kollegen haben die Transformation des Konzerns mitgetragen. Sie sind nicht die Verhandlungsmasse der Konzernstrategie. Wer Arbeitsplätze in Deutschland infrage stellt, bekommt den Widerstand der IG Metall zu spüren. Die deutschen Standorte müssen erhalten bleiben, und wir erwarten vom Management, dass es die Belegschaften frühzeitig einbindet und auf Augenhöhe verhandelt.“

Eine belastbare Entscheidung liegt bislang nicht vor, auch die zuständigen Gremien haben keinen abschließenden Beschluss gefasst.

Pressestelle

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Julia Wahl

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