Pressemitteilung 29/2026 Große Tarifkommission diskutiert Forderung

für die M+E-Tarifrunde 2026

10. September 2026 10. September 2026


Pressemitteilung 29/2026


  • IG Metall Baden-Württemberg beschließt Resolution zur Verteidigung tariflicher Standards und kündigt sichtbare Mobilisierung an.
  • Barbara Resch: „Die Beschäftigten brauchen Sicherheit und eine klare Perspektive. Sie dürfen nicht für politische Versäumnisse, fehlende Investitionen oder unternehmerische Fehlentscheidungen bezahlen.“

Sindelfingen. Die Große Tarifkommission der IG Metall Baden-Württemberg hat heute über die Forderung für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie 2026 diskutiert. Im Mittelpunkt der Beratung standen Sicherheit und Perspektiven für die Beschäftigten sowie die entschlossene Verteidigung tariflicher Standards. Die Forderung wird am 22. September 2026 beschlossen.

Die Tarifkommission hat zugleich einstimmig die Resolution „Tarifpolitik verteidigen. Sozialstaat stärken. Zukunft gestalten.“ beschlossen. Darin wendet sie sich gegen Forderungen nach Arbeitszeitverlängerungen und tariflichen Verschlechterungen.

Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg: „Die Beschäftigten brauchen Sicherheit und eine klare Perspektive. Sie dürfen nicht für politische Versäumnisse, fehlende Investitionen oder unternehmerische Fehlentscheidungen bezahlen. Wir werden die Tarifrunde nutzen, um gute Arbeit, faire Einkommen und sichere Arbeitsplätze zu verteidigen.“

Die Tarifkommission macht deutlich, dass es in der Tarifrunde nicht allein um Einkommen geht. Im Zentrum stehen auch die Verteidigung von Arbeitnehmerrechten, die Zukunft der Tarifbindung und ein leistungsfähiger Sozialstaat.

Resch erklärt: „Wenn Arbeitszeiten verlängert, tarifliche Standards abgesenkt und Mitbestimmungsrechte zurückgedrängt werden sollen, ist das keine Antwort auf die wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Ursachen liegen auch in fehlenden Investitionen, Versäumnissen in der Industriepolitik und falschen strategischen Entscheidungen. Die Beschäftigten dürfen dafür nicht die Zeche zahlen.“

Die IG Metall Baden-Württemberg will die Tarifrunde in den Betrieben und in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Geplant sind Informations- und Mobilisierungsmaßnahmen in Betriebsversammlungen, aktiven Mittagspausen, Vertrauensleuteversammlungen und weiteren betrieblichen Foren. Die Tarifkommission ruft außerdem zur Teilnahme am Aktionstag Automobil am 21. September 2026 sowie an der Demonstration für einen starken Sozialstaat am 26. September 2026 in Stuttgart und Freiburg auf.

Barbara Resch macht deutlich: „Wir werden diese Tarifrunde gemeinsam und sichtbar führen. Es geht um die Zukunft der Industrie, um gute Arbeit und um die Frage, wie die Lasten des wirtschaftlichen Wandels verteilt werden. Wer die Beschäftigten gegeneinander ausspielen oder ihnen die Verantwortung für Krisen zuschieben will, wird auf unseren entschlossenen Widerstand stoßen.“

Die erste Tarifverhandlung findet am 7. Oktober 2026 in Ludwigsburg statt. Diese wird mit einer großen und sichtbaren Aktion der Beschäftigten begleitet. Die Entgelttarifverträge laufen zum 31. Oktober 2026 aus. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober 2026.

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Julia Wahl

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