Pressemitteilung 43/2026 Warnstreiks im ganzen Land

Heute bisher fast 18.000 Beteiligte an Aktionen

5. November 2026 5. November 2026


Stuttgart. Die Warnstreiks in der M+E-Industrie im Südwesten nehmen Fahrt auf. Bis jetzt beteiligten sich heute fast 18.000 Metallerinnen und Metaller aus 110 Betrieben an Warnstreiks, Kundgebungen und Frühschlussaktionen. Damit steigt die Zahl der Beteiligten seit Warnstreikbeginn auf mehr als 72.000.

Am heutigen Donnerstag legten bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen in der Nachtschicht 150 Beschäftigte der Nachtschicht die Arbeit nieder. Bei einem Demozug und einer Kundgebung machten sie ihre Unterstützung für die Forderungen der IG Metall deutlich. Bei Mercedes-Benz in Rastatt (IG Metall Gaggenau) haben 1100 Kolleginnen und Kollegen an einem Warnstreik teilgenommen. Bei Audi in Neckarsulm beteiligten sich 6500 Beschäftigte an einer Kundgebung, auf der Nadine Boguslawski, Tarifvorständin der IG Metall, als Rednerin sprach. Sie kritisierte das „freche Minus-Angebot“ der Arbeitgeber und machte deutlich: „Sparen und Streichen sind keine Zukunftsstrategie – das Land braucht Innovationen und Investitionen!“ 
Zu einer zentralen Warnstreikaktion in Mannheim kamen etwa 1700 Beschäftigte von John Deere, Caterpillar Energy Solutions, RCL Automotive Neckarau, Siemens AG NL Mannheim, Leica Microsystems CMS zusammen. In Offenburg beteiligten sich rund 140 Metallerinnen und Metaller von Carl Leipold, Hansgrohe SE, UCON Container Systems, Schondelmaier GmbH Presswerk, Supfina Grieshaber, Grieshaber, ABB AG STOTZ-KONTAKT an einer zentralen Warnstreikaktion. Eine große Kundgebung mehrerer Betriebe fand auch bei Bosch in Reutlingen statt. Dort nahmen mehr als 2000 Kolleginnen und Kollegen teil. Auch in Schwäbisch Gmünd versammelten sich 600 Beschäftigte aus mehreren Betrieben zu einer Kundgebung.
In weiteren Betriebe folgten Beschäftigte dem Warnstreikaufruf der IG Metall: Bei Magna in Assamstadt (IG Metall Tauberbischofsheim) waren es 400, bei Diehl Aviation in Laupheim (IG Metall Ulm) 800 und bei Sick in Reute (IG Metall Freiburg) 200. Bei Rosenbauer in Karlsruhe beteiligten sich 200 Beschäftigte am Warnstreik.

IG Metall-Bezirksleiterin und Verhandlungsführerin Barbara Resch: „Was die Kolleginnen und Kollegen in dieser Tarifrunde zeigen, ist großartig. Jetzt geht es darum, alle Kräfte zu mobilisieren, und den Rückenwind mit an den Verhandlungstisch zu nehmen. Wir erwarten am Montag in NRW Fortschritte. Dann entscheidet sich, wie es weitergeht. Eines ist klar: Die Metallerinnen und Metaller sind bereit.“

Die IG Metall fordert für die rund 900.000 Beschäftigten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie 5 Prozent mehr Geld auf 12 Monate.

Pressestelle

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Julia Wahl

Julia Wahl

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