Pressemitteilung 41/2026 M+E-Tarifrunde: Warnstreiks

44.000 Beschäftigte machen mit Warnstreiks Druck

4. November 2026 4. November 2026


  • Barbara Resch: „Liebe Arbeitgeber, wir meinen es ernst. Das zeigen die ersten Warnstreiks in Baden-Württemberg.“

Stuttgart. Bisher haben sich im Südwesten insgesamt an die 44.000 Beschäftigte an Warnstreik-Aktionen der IG Metall beteiligt.

Bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen legten am Mittwochvormittag 3500 Beschäftigte die Arbeit nieder. Bei einem Demozug und einer Kundgebung machten sie ihre Unterstützung für die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent mehr Geld deutlich. Bei Mapal in Pforzheim nahmen 150 Beschäftigte am Warnstreik der IG Metall teil. Bei Mercedes-Benz in Rastatt sind 1300, bei Daimler Truck in Gaggenau 300 und bei Voith in Heidenheim 480 Metallerinnen und Metaller dem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben die Arbeit zeitweise niedergelegt. Im Telefunkenpark Heilbronn kamen 240 Beschäftigte von Vishay Semiconductor, Astemo Heilbronn, Telefunkenpark Facility und AIM Infrarot-Module zu einer gemeinsamen Kundgebung zusammen. In Mannheim fand eine zentrale Warnstreikaktion mehrerer Betriebe statt, an der sich rund 240 Beschäftigte von Daher Logistik, Hitachi Energy Germany, FieldCore Service Solutions, ABB, Walter Perske, Alstom Transportation Germany und GE Power beteiligten. In Oberkochen kamen 1330 Beschäftigte zahlreicher Betriebe zu einer gemeinsamen Kundgebung zusammen. Es beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen von Hensoldt Optronics, Carl Zeiss, Leitz, Carl Zeiss Microscopy, C. D. Wälzholz, Carl Zeiss Industrielle Messtechnik, Carl Zeiss SMT, Gusto Gourmet sowie weitere Unternehmen der Carl Zeiss Gruppe.

Am heutigen dritten Warnstreiktag haben sich bis zum frühen Nachmittag in Baden-Württemberg mehr als 15.000 Metallerinnen und Metaller aus 70 Betrieben an Kundgebungen und Frühschluss-Aktionen beteiligt. Weitere Aktionen finden am Nachmittag und Abend statt.

IG Metall-Bezirksleiterin und Verhandlungsführerin Barbara Resch sagte am Mittwoch in Stuttgart: „Liebe Arbeitgeber, wir meinen es ernst. Das zeigen die ersten Warnstreiks in Baden-Württemberg. Die Kolleginnen und Kollegen zeigen deutlich, dass sie hinter der Forderung der IG Metall stehen. Mehr Geld. Mehr Sicherheit. Dafür stehen wir zusammen.“ Im Hinblick auf die morgige dritte Verhandlung sagte Resch: „Die Arbeitgeber wollen sparen – wir wollen Sicherheit und Zukunft für die Beschäftigten und die Standorte. Am Donnerstag muss sich zeigen, ob die Arbeitgeberseite einen ernsthaften Beitrag zur Zukunft der Arbeitsplätze in Baden-Württemberg leisten will. Ohne Sicherheit, Perspektiven und einer Kaufkraftsicherung kommen wir nicht zusammen.“

Die IG Metall fordert für die rund 900.000 Beschäftigten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie 5 Prozent mehr Geld auf 12 Monate.

Pressestelle

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Julia Wahl

Julia Wahl

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Stellv. Pressesprecher

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