Pressemitteilung 40/2026 M+E-Tarifrunde: Gelungener Warnstreikauftakt im Südwesten

mit fast 10.000 Beschäftigten

2. November 2026 2. November 2026


  • Aesculap, IWK, Siemens und Daimler Buses machen den Anfang
  • Barbara Resch: „Das war ein gelungener Warnstreikauftakt, der den Arbeitgebern zeigt, dass die Beschäftigten es ernst meinen und sie den Unmut der Beschäftigten spüren lässt. Und das war nur der Anfang.“

Stuttgart. Am Montag haben Beschäftigte in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie am ersten Warnstreiktag in der laufenden Tarifrunde zeitweise die Arbeit niedergelegt und so ein starkes Signal in Richtung der Arbeitgeber gesendet.

Den Auftakt machten nach Ablauf der Friedenspflicht Beschäftigte unter anderem in Tuttlingen, Singen, Stutensee, Mannheim, Winterbach, Gaggenau und Neu-Ulm. Am Warnstreik bei Aesculap in Tuttlingen (IG Metall Albstadt) nahmen 600 Kolleginnen und Kollegen teil. Bei Siemens in Rastatt (IG Metall Gaggenau) beteiligten sich an einer Kundgebung rund 150 Metallerinnen und Metaller. In Neckarsulm nahmen bei thyssenkrupp Automotive Body Solutions 180 Beschäftigte an der Kundgebung vor dem Werkstor teil, bei IWK in Stutensee (IG Metall Karlsruhe) 140. Bei ZF Wabco in Mannheim beteiligten sich rund 150 Teilnehmende am Warnstreik der IG Metall, bei Daimler Buses in Neu-Ulm waren es fast 2500. In Singen folgten 2200 Kolleginnen und Kollegen von 3A Composites, Amcor und Constellium dem Aufruf der IG Metall und beteiligten sich an einer Frühschluss-Aktion.

Insgesamt haben bis 14:30 Uhr fast 10.000 Metallerinnen und Metaller aus 51 Betrieben in Baden-Württemberg an Warnstreiks, Kundgebungen und Frühschluss-Aktionen teilgenommen.

IG Metall-Bezirksleiterin und Verhandlungsführerin Barbara Resch sagte: „Der Auftakt zeigt, dass die Beschäftigten bereit sind, für ihre Forderungen auf die Straße zu gehen. Die Arbeitgeber sollten diese Entschlossenheit ernst nehmen und ganz genau hinsehen.“

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld bei 12 Monaten Laufzeit für die rund 900.000 Beschäftigten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie. In den ersten beiden Verhandlungsrunden gab es keine nennenswerte Annäherung zwischen der Gewerkschaft und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall.

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