Pressemitteilung 35/2026 Erste Verhandlung endet ohne Annäherung

Arbeitgeber legen kein Angebot vor

7. Oktober 2026 7. Oktober 2026


Pressemitteilung 35/2026


  • Barbara Resch: „Die Arbeitgeber müssen jetzt konkret über die Zukunft von Arbeitsplätzen und Standorten sprechen. Dafür treten wir in dieser Tarifrunde an.“
  • Rund 3500 Beschäftigte demonstrieren bei verhandlungsbegleitender Aktion für 5 Prozent mehr Geld.
  • Die Verhandlungen werden am 27. Oktober 2026 fortgesetzt.

Ludwigsburg. Die erste Tarifverhandlung für die rund 900.000 Beschäftigten der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie ist heute ohne Annäherung zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor.

Barbara Resch, Verhandlungsführerin und Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg: „Die Beschäftigten brauchen vor allem Sicherheit – für ihre Einkommen und für ihre Arbeitsplätze. Das haben wir heute deutlich gemacht. Deswegen gehören für uns eine spürbare Entgelterhöhung und Zukunftsaussichten für die Beschäftigten zusammen. Wie schnell wir vorankommen, hängt jetzt auch von den Arbeitgebern ab. Sie müssen konkrete Lösungen auf den Tisch legen. Und dabei ist klar: Diese Lösung kann nicht Verzicht heißen.“

Die Zukunft der Industrie braucht konkrete Antworten und kluge Lösungen

Die IG Metall Baden-Württemberg will mit Südwestmetall auch über konkrete Perspektiven für Arbeitsplätze und Standorte sprechen. Dazu gehören aus Sicht der Gewerkschaft Klarheit über künftige Produkte und Fertigungskapazitäten sowie notwendige Investitionen in Standorte und moderne Technologien.

Resch: „Die Transformation trifft den Industriestandort Baden-Württemberg besonders. Die Produktivitätsentwicklung bereitet uns Sorgen. Die Probleme sind struktureller Art und verlangen kluge Antworten. Tarifpolitik allein kann sie nicht lösen. Es braucht Investitionen und klare Entscheidungen in den Betrieben, aber auch verlässliche politische Rahmenbedingungen. Wir sind bereit, gemeinsam mit Südwestmetall gegenüber der Politik für die Zukunft der Industrie einzutreten. Das entbindet die Arbeitgeber nicht von ihrer Verantwortung für ihre Unternehmen und Standorte.“

Rund 3500 Metallerinnen und Metaller untermauern Forderung

Begleitet wurde die Verhandlung von einer Demonstration und Kundgebung am Verhandlungslokal in Ludwigsburg, an der sich rund 3500 Metallerinnen und Metaller beteiligten und sich für die Forderung der IG Metall starkmachten – für mehr Geld und mehr Sicherheit.

Resch sagt: „Die Beteiligung heute zeigt, dass unsere Forderung in den Betrieben breit getragen wird. Diesen Rückhalt nehmen wir mit in die nächste Verhandlungsrunde. Jetzt müssen die Arbeitgeber ihre Positionen konkretisieren und auf unsere Forderungen eingehen.“

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die zweite Verhandlungsrunde findet am 27. Oktober 2026 statt. Die Entgelttarifverträge laufen am 31. Oktober 2026 aus, die Friedenspflicht endet am 31. Oktober 2026 um 24 Uhr, ab dem 1. November 2026, 00:00 Uhr sind Warnstreiks möglich.

Pressestelle

Kontakt zur Pressestelle der IG Metall in Baden-Württemberg

Julia Wahl

Julia Wahl

Pressesprecherin

+49 170 3333 207

Sami Mokdad

Stellv. Pressesprecher

+49 151 6158 2114

Titelbild Digitale Transformation 1
Zukunft der Arbeit
Wir gestalten Zukunft

Arbeit und Wirtschaft wandeln sich. Die Transformation muss sozial, ökologisch und demokratisch erfolgen – mit den Beschäftigten.