Pressemitteilung 33/2026 Bundesweiter Auto-Aktionstag

Fast 50.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg machen Druck für sichere Arbeitsplätze

21. September 2026 21. September 2026


Pressemitteilung 33/2026


Bundesweiter Auto-Aktionstag: Fast 50.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg machen Druck für sichere Arbeitsplätze

  • Aktionen an zahlreichen Automobil- und Zuliefererstandorten
  • Barbara Resch: „Wer die Automobilindustrie in Deutschland halten will, muss jetzt in zukunftsfähige und bezahlbare Produkte, leistungsfähige Standorte und die Qualifizierung der Beschäftigten investieren“

Stuttgart. Mit Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen haben Beschäftigte der baden-württembergischen Automobilindustrie am Montag ein deutliches Zeichen gegen Arbeitsplatzabbau und Standortschließungen gesetzt. An knapp 50 Standorten beteiligten sich insgesamt um die 48.000 Beschäftigte am bundesweiten Auto-Aktionstag der IG Metall. Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“ forderten sie Investitionen in zukunftsfähige Produkte, starke Standorte und sichere Beschäftigung.

Bei Mercedes-Benz in Sindelfingen, Daimler Truck in Gaggenau, Bosch, Porsche, Mahle und zahlreichen weiteren Unternehmen fanden Aktionen auf den Werksgeländen und vor den Werkstoren statt. In Sindelfingen sprach die Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, Barbara Resch, zu den Beschäftigten, und sagte: „Die Beschäftigten haben heute unmissverständlich klargemacht: Sie akzeptieren nicht, dass Managementfehler und fehlende Investitionen auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Wer die Automobilindustrie in Deutschland halten will, muss jetzt in zukunftsfähige Produkte, leistungsfähige Standorte und in die Qualifizierung der Beschäftigten investieren. Arbeitsplatzabbau und Standortverlagerungen sind keine Zukunftsstrategie.“

Sie ergänzte: „Die Kolleginnen und Kollegen haben heute gezeigt, dass sie zusammenstehen und sich gegen diese Abbaupläne wehren. Es geht um sichere Arbeitsplätze und darum, dass gute Arbeit und industrielle Wertschöpfung hier bei uns im Ländle bleiben. Statt über Personalabbau zu diskutieren, muss das Management endlich seine Hausaufgaben machen: die Standorte stärken, die Fabriken leistungsfähig machen und Antworten auf die entscheidenden Zukunftsfragen liefern. Welche Produkte haben Perspektive? Und wie werden neue Zukunftsprodukte in unseren Werken in Deutschland lokalisiert? Denn Sparen allein ist keine Strategie. Macht endlich euren Job!“

Auch die Politik ist gefordert, den industriellen Wandel aktiv zu gestalten und den Automobilstandort zu sichern. Die IG Metall Baden-Württemberg fordert mehr Handelsschutz und Local Content nach dem Prinzip: Wer hier verkauft, muss auch hier produzieren. Notwendig seien zudem wettbewerbsfähige Strompreise, weniger Bürokratie sowie gezielte Unterstützung für Schlüsselindustrien und Zulieferer im Umbau.

Die Aktionen richteten sich gegen die aktuellen Abbaupläne und Krisenstrategien vieler Unternehmen. Statt kurzfristig Kosten zu senken und Beschäftigung abzubauen, fordert die IG Metall Baden-Württemberg Investitionen in neue Fahrzeuge, Batterien, Software und moderne Produktionsprozesse. Ebenso notwendig sind verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten, gute Qualifizierungsangebote und klare Zukunftsperspektiven für die Standorte.

Pressestelle

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Julia Wahl

Julia Wahl

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