Pressemitteilung 14/2026
Stuttgart. Die erste Verhandlung in der Tarifrunde für die Metallbau- und Feinwerktechnikbranche ist am gestrigen Mittwochnachmittag in Stuttgart-Bad Cannstatt nach intensiven und konzentrierten Gesprächen zunächst ohne Ergebnis zu Ende gegangen.
Maximilian Locher, Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg: „Die wirtschaftliche Lage im Metallbau und in der Feinwerktechnik ist durchwachsen. Für die Kolleginnen und Kollegen bedeutet das vor allem Unsicherheit. Gleichzeitig steigen ihre Lebenshaltungskosten derzeit spürbar. Deshalb brauchen die Beschäftigten jetzt mehr Geld, um ihren Alltag bewältigen zu können.“
Laut einer aktuellen Befragung der IG Metall Baden-Württemberg blicken die Beschäftigten differenziert auf die Lage in der Branche: Rund 42 Prozent bewerten die wirtschaftliche Situation als „geht so“, knapp 46 Prozent als „eher gut“ oder „gut“. Knapp 60 Prozent wollen in dieser Tarifrunde einen Ausgleich für ihre gestiegenen Kosten erreichen. Für mehr als die Hälfte steht zudem die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze an erster Stelle.
Die IG Metall Baden-Württemberg fordert für die rund 30.000 Beschäftigten in baden-württembergischen Metallbau und Feinwerkbetrieben 4,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Darüber hinaus will sie die Tarifrunde auch nutzen, um Gespräche über die Modernisierung der Branche und die Sicherung der Arbeitsverhältnisse in den Betrieben zu führen.
Die Entgelttarifverträge laufen zum 30. April 2026 aus. Ab dem 1. Mai 2026 sind Warnstreiks möglich. Die nächste Verhandlung findet am 7. Mai 2026 in Stuttgart-Feuerbach statt.