Pressemitteilung 11/2026
Stuttgart. Seit Anfang März wählen die Belegschaften in vielen Betrieben neue Betriebsräte. Die Wahlen finden in einer Phase großer Veränderungen für die Industrie in Baden-Württemberg statt. Umso wichtiger ist eine starke Mitbestimmung im Betrieb.
Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg: „Die Industrie befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Transformation. Viele Beschäftigte spüren den Druck durch internationale Konkurrenz, hohe Energiekosten und den Wandel der Technologien. Umso mehr freut es mich, dass die IG Metall bei den bisherigen Wahlen sehr gut abschneidet. Das zeigt: Die Kolleginnen und Kollegen setzen weiterhin auf starke Mitbestimmung und auf die IG Metall als ihre Interessenvertretung und ihr Ansprechpartner Nummer 1 im Betrieb.“
Die bisherigen Ergebnisse der Betriebsratswahlen sind ein deutliches Vertrauenssignal für die IG Metall und ihre engagierten Betriebsrätinnen und Betriebsräte. Für Resch ist klar: „Betriebsräte übernehmen jeden Tag enorm viel Verantwortung für ihre Kolleginnen und Kollegen. Gerade in schwierigen Zeiten sorgen sie dafür, dass Veränderungen sozial gestaltet werden und neue Perspektiven entstehen.“
Mitbestimmung ist Erfolgsfaktor
Mitbestimmung sei dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft der Industrie. Studien zeigen, dass Betriebe mit starker Mitbestimmung produktiver sind, stärker in Qualifizierung investieren und mehr ausbilden. „Mitbestimmung ist kein Hemmschuh, sondern ein klarer Standortvorteil. Sie verbindet wirtschaftliche Vernunft mit sozialer Sicherheit und sorgt dafür, dass Transformation gelingt“, so Resch.
Managementversagen und populistische Brandstifter
Wo Unternehmen keine strategischen Antworten auf die Krise finden, versuchen populistische Gruppierungen, die Verunsicherung zu instrumentalisieren. Hierzu findet Barbara Resch klare Worte: "Wir sehen mit Sorge, dass Konflikte gezielt von außen in die Gremien hineingetragen werden. Pseudo-Gewerkschaften wie das 'Zentrum' liefern keine einzige sachliche Antwort. Sie reiten lediglich auf einer Bugwelle der Verunsicherung, um Belegschaften zu spalten und sich Posten zu sichern. Sie agieren dabei als Vorfeldorganisation der AfD, die in ihrem Programm zur Landtagswahl Arbeitnehmerinteressen, Tarifverträge oder Mitbestimmung nicht einmal erwähnt. Resch betont: Es ist schön, zu sehen, dass die Beschäftigten dieses Treiben durschauen und weiterhin auf diejenigen vertrauen, die Lösungen in den Betrieben entwickeln – nämlich die Metallerinnen und Metaller!"
Gleichzeitig fordert die IG Metall bessere Rahmenbedingungen für die Betriebsratsarbeit im Allgemeinen. Behinderungen von Mitbestimmung und sogenanntes Union Busting dürften nicht länger toleriert werden!
„Gerade in Zeiten großer Veränderungen brauchen wir mehr Demokratie im Betrieb – nicht weniger“, so die Gewerkschaftschefin abschließend.