Pressemitteilung 10/2026
Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, kommentiert den Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg wie folgt:
"Ich gratuliere Cem Özdemir und den Grünen zur gewonnenen Landtagswahl. Dieses Wahlergebnis ist jedoch kein Freifahrtschein für ein Weiter‑so, sondern ein Vertrauensvorschuss auf Widerruf. Viele haben mit Vernunft gewählt, aber mit der Faust in der Tasche. Die Menschen erwarten keine Wunder, aber sie erwarten endlich eine Politik, die rasch und erkennbar handelt und die Probleme anpackt. Denn noch gilt: Baden-Württemberg ist der aktuellen Krise nicht ausgeliefert. Wir haben alles, um Industrieland Nummer eins zu bleiben, wenn der politische Wille endlich mit dem Potenzial des Landes und der Leistungsbereitschaft der Beschäftigten Schritt hält.
Daher unsere klare Erwartung: Die neue Regierung muss alle Hebel in Bewegung setzen, um den Abwärtstrend der Industrie und den Verlust von Arbeitsplätzen zu stoppen. Sie muss Zukunftsbranchen stäken, wettbewerbsfähige Energiepreise sicherstellen, Überregulierung abbauen, Investitionen tätigen und anreizen sowie bei der Frage der Qualifizierung auf Vollgas schalten. Die IG Metall steht ihr dabei als harter, aber konstruktiver Partner zur Seite. Doch für Schonfristen ist keine Zeit mehr: Die Wählerinnen und Wähler haben geliefert, jetzt ist die Politik am Zug."