Pressemitteilung 02/2026
Laupheim. In der dritten Verhandlungsrunde haben sich die IG Metall und die Arbeitgeber der Holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Baden-Württemberg am Montagabend auf ein Verhandlungsergebnis verständigt.
Das Ergebnis sieht eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von 2 Prozent zum 1. Juni 2026 sowie eine weitere Erhöhung um 2,2 Prozent zum 1. Juli 2027 vor.
Zusätzlich wird im April 2026 eine Einmalzahlung von 300 Euro vereinbart. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlung anteilig.
Für Auszubildende wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro vereinbart. Außerdem steigen die Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen um jeweils 30 Euro. Die Einmalzahlung kann in Betrieben mit nachweislich negativem Betriebsergebnis verschoben werden.
IG Metall-Verhandlungsführer Matthias Fuchs: „Das ist kein Ergebnis zum Jubeln, aber eines, das in die Zeit passt. In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld ist es gelungen, spürbare Entgeltsteigerungen und eine finanzielle Anerkennung für die Beschäftigten zu vereinbaren.“
Dem Abschluss gingen zahlreiche betriebliche Aktionen und Warnstreiks voraus. Allein am Montag beteiligten sich rund 500 Beschäftigte in Laupheim an einer verhandlungsbegleitenden Aktion. „Der Druck aus den Betrieben war entscheidend dafür, dass am Ende ein verhandlungsfähiges Ergebnis möglich wurde“, so Fuchs.