Pressemitteilung 24/2025 IG Metall fordert Ausbildungsgarantie und faire Bedingungen für die Jugend

Junge Menschen in Baden-Württemberg starten zum 01. September Ausbildung oder ein duales Studium.

Hintergrundbild

29. August 2025 29. August 2025


IG Metall fordert Ausbildungsgarantie und faire Bedingungen für die Jugend

 

  • Junge Menschen in Baden-Württemberg starten zum 01. September Ausbildung oder ein duales Studium.
  • Barbara Resch: "Wer den Fachkräftemangel ernsthaft bekämpfen will, muss in gute Ausbildung investieren – mit fairer Bezahlung, modernen Inhalten und sicheren Perspektiven."
  • Denis Davidovac: "Wer ausbilden kann, muss auch ausbilden – und wer nicht ausbildet, muss in einen Ausbildungsfonds einzahlen."

Stuttgart. Mit Beginn des Ausbildungsjahres 2025/26 starten zum 01. September tausende junge Menschen in Baden-Württemberg in eine Ausbildung oder ein duales Studium. Doch die Freude am Start ins Berufsleben wird für viele überschattet: Die Ausbildungsbilanz 2024 der IG Metall zeigt erneut einen Rückgang bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen.

Besonders junge Menschen mit Hauptschulabschluss sowie Jugendliche mit Migrationshintergrund bleiben trotz politischer Versprechen weiter deutlich benachteiligt.

IG Metall wächst in der Jugend – doch Druck auf junge Generation steigt

Die IG Metall Baden-Württemberg verzeichnet einen klaren Mitgliederzuwachs bei Jugendlichen und jungen Beschäftigten. Das zeigt: Immer mehr junge Menschen suchen Halt und Unterstützung in unsicheren Zeiten. „Der Druck auf die junge Generation ist enorm: Sie kämpfen um Ausbildungsplätze, erleben Unsicherheit in ihrer beruflichen Zukunft und stoßen gleichzeitig auf unfaire Bedingungen“, erklärt Denis Davidovac, Bezirksjugendsekretär der IG Metall Baden-Württemberg.

Forderung: Umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie jetzt umsetzen!

Um allen jungen Menschen eine Perspektive zu bieten, fordert die IG Metall eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie. „Kein Jugendlicher darf länger als ein Jahr nach der Schule ohne Ausbildungsplatz bleiben. Wer ausbilden kann, muss auch ausbilden – und wer nicht ausbildet, muss in einen Ausbildungsfonds einzahlen“, so Davidovac.

Faire Vergütung und sichere Perspektiven statt Ausbildungsarmut

Noch immer gibt es Branchen, in denen Auszubildende mit Vergütungen auskommen müssen, die nicht einmal das Existenzminimum sichern – insbesondere in Bereichen ohne Tarifbindung oder bei schulischen Ausbildungen. „Das ist nicht akzeptabel. Wer den Fachkräftemangel ernsthaft bekämpfen will, muss in gute Ausbildung investieren – mit fairer Bezahlung, modernen Inhalten und sicheren Perspektiven“, fordert Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg.

Ein zentrales Element dieser Perspektive ist vor allem die Übernahme nach der Ausbildung. „Es darf nicht sein, dass junge Menschen nach ihrer Ausbildung ins Nichts fallen. Wer sich anstrengt und eine Ausbildung erfolgreich abschließt, muss eine reale Chance auf Übernahme haben“, so die Gewerkschaftschefin weiter.

Die Realität sieht oft anders aus: In vielen Betrieben werden Auszubildende nach Ende der Ausbildung nicht übernommen, obwohl gleichzeitig über Fachkräftemangel geklagt wird. Dieses Missverhältnis sei nicht nur ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation, sondern kurzsichtig und gefährde die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

Resch betont, dass Übernahmequoten tariflich abgesichert werden müssten – „denn nur so gewinnen wir das Vertrauen der jungen Generation und binden dringend benötigte Fachkräfte nachhaltig.“

Zukunftsfähige Ausbildung für Fachkräfte von morgen

„Wir brauchen eine Ausbildung, die die Realität der jungen Menschen berücksichtigt: digital, innovativ, fair bezahlt und garantiert für alle. Nur so bleibt die Industrie attraktiv und nur so können wir die dringend benötigten Fachkräfte für die Zukunft gewinnen.“, so die Bezirksleiterin.

Pressestelle

Kontakt zur Pressestelle der IG Metall in Baden-Württemberg

Julia Wahl

Pressesprecherin, Gewerkschaftssekretärin

+49 711 16581 73

Sami Mokdad

Pressesprecher, Gewerkschaftssekretär

+49 711 16581 28

Beschäftigte stehen zu einem großen Herz zusammen
Mitglied werden
Werde Teil einer starken Gemeinschaft

Von Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bis zu gerechten Löhnen und Gehältern – wir kümmern uns persönlich und zuverlässig um unsere Mitglieder.