GEMEINSAME ERKLÄRUNG VW-Aufsichtsratssitzung: Eskalation verhindert – Vorstand muss jetzt seine Hausaufgaben machen

Gemeinsame Erklärung anlässlich der heutigen VW-Aufsichtsratssitzung von Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, und Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG:

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

3. September 2026 3. September 2026


Gemeinsame Erklärung anlässlich der heutigen VW-Aufsichtsratssitzung von Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, und Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG:

„Der Konfrontationskurs und die Kommunikation des Vorstands in den vergangenen Wochen waren nicht zielführend. Beides hat konzernweit in der Belegschaft zu großer Verunsicherung geführt. Die Arbeitnehmerseite hat gemeinsam mit dem Land Niedersachsen in dieser Situation einmal mehr Verantwortung übernommen, eine gefährliche Eskalation des Konflikts verhindert und den Weg für tragfähige Lösungen geebnet. Dafür haben sich alle aufeinander zubewegt.

Eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw und der VW-Komponente ist vom Tisch, der Angriff auf die Mitbestimmungsstrukturen damit erfolgreich abgewehrt. Kein Werk wurde aufgegeben und entgegen mehreren Medienberichten ist keine Werksschließung besiegelt. Vielmehr müssen jetzt für alle Standorte konkrete Lösungen erarbeitet werden – dabei sehen wir weiterhin ausdrücklich den Vorstand in der Pflicht.

Wir erwarten, dass der Vorstand auf der Grundlage des heute erzielten Kompromisses nun seine Hausaufgaben erledigt und zügig Ergebnisse vorlegt. Er muss jetzt endlich die notwendigen Investitionen auf den Weg bringen, Innovationen vorantreiben und Beschäftigung dauerhaft sichern. Daran werden wir den Vorstand messen.

Wir sehen die Herausforderungen, vor denen der Konzern steht, und sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und unseren Beitrag zu leisten. Das haben wir heute erneut unter Beweis gestellt. Die Arbeit fängt jetzt erst an. Was wir jedoch auch weiterhin niemals akzeptieren werden, ist die Lasten einseitig den Beschäftigten aufzubürden."

 

Weitere Informationen: Details zum Zukunftsplan

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