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Pressemitteilung Reaktion auf Minus-Angebot: IG Metall startet Warnstreiks

Metall- und Elektroindustrie: Beschäftigte bauen ab Sonntag Protestwelle auf +++ Benner: „Arbeitgeber provozieren Unverständnis und Wut“ +++ Boguslawski: „Wir brauchen und bieten tarifliche Lösungen für alle Betriebe zwischen Krise und Boom“

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

30 October 2026 30 October 2026


Frankfurt am Main – Als Reaktion auf den von den Arbeitgebern geforderten Reallohnverzicht für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie startet die IG Metall bundesweit Warnstreiks. IG Metall-Chefin Christiane Benner: „Wir wollen zielgerichtet Kaufkraft und Zukunft für alle am Standort sichern. Die Arbeitgeber dagegen wollen den Menschen im Ergebnis Geld wegnehmen. Verzicht macht aber nichts besser. Wir verlangen ein klares Bekenntnis der anderen Seite zu Standorten und Beschäftigten! Das sogenannte Angebot der Arbeitgeber provoziert in den Betrieben nur Unverständnis und Wut. Deswegen werden die Beschäftigten mit starken Warnstreiks darauf reagieren.“

Die IG Metall hat den Arbeitgebern ein Tarifpaket unterbreitet, das die unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen berücksichtigt: 5 Prozent höhere Entgelte, die tarifliche Sicherung von Arbeitsplätzen und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Boom-Unternehmen. Die Arbeitgeberverbände boten dagegen vergangene Woche eine streichbare Einmalzahlung im Juli 2027 und 1,3 Prozent höhere Entgelte ab Juli 2028 an.

 IG Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski: „Die Inflation zieht an, doch die Unternehmen lassen diejenigen hängen, die jeden Tag gute Arbeit in den Betrieben leisten. Das Angebot bedeutet eine Minus-Runde für die Beschäftigten und eine nachhaltige Schwächung der Wirtschaft. Ohne Kaufkraft gibt es keine starke Wirtschaft. Mit den Warnstreiks zeigen wir: Wir brauchen und bieten passgenaue, tarifliche Lösungen für alle Betriebe zwischen Krise und Boom.“

 Nach den abschließenden Beschlüssen der regionalen IG Metall-Tarifkommissionen erwartet die Gewerkschaft mit dem Ablaufen der Friedenspflicht erste Warnstreiks in der Nacht auf Sonntag. In der Branche arbeiten bundesweit 3,7 Millionen Beschäftigte. Die Verhandlungen führen die Bezirke der IG Metall.

Hinweis für Redaktionen: Verhandlungstermine und Pressekontakte der IG Metall-Bezirksleitungen für die Warnstreik-Planungen finden Sie unter www.igmetall.de/presse/termine/2026/tarifrunde-metall-und-elektroindustrie-2026 

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