Pressemitteilung 03/2026
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Trotz schwieriger Rahmenbedingungen starke betriebliche Präsenz
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IG Metall als Problemlöserin in der Transformation gefordert wie nie
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Barbara Resch: "In einer Zeit, in der die Unsicherheit wächst, bieten wir Orientierung und Halt. Wir sind die Kraft, die Konflikte aufnimmt und Lösungen aushandelt."
Stuttgart. Die IG Metall Baden-Württemberg schließt das Jahr 2025 trotz deutlich spürbarer wirtschaftlicher Belastung stabil und handlungsfähig ab. Der Gesamtmitgliederbestand liegt zum Dezember 2025 bei 393.780 Mitgliedern. Das entspricht einem Rückgang von 3,9 Prozent und spiegelt die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wider: weniger Neueinstellungen, deutlicher Personalabbau in vielen Branchen, schrumpfende Ausbildungsjahrgänge und Kürzungen von Ausbildungsplätzen. Diese Entwicklung korrespondiert mit der Lage in der Metall- und Elektroindustrie, in der im vergangenen Jahr ungefähr in gleichem Maße Beschäftigung abgebaut wurde.
Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg: "2025 war ein anspruchsvolles Jahr. Für die Industrie und auch für uns als Gewerkschaft. Die Wirtschaftskrise hinterlässt Spuren - auch in unserer Mitgliederentwicklung. Gleichzeitig zeigt sich: Unsere Stärke in den Betrieben bleibt ungebrochen. Dort, wo Konflikte auftreten, sind wir präsent, ansprechbar und durchsetzungsfähig."
Herausfordernde Lage auf dem Arbeitsmarkt, aber die IG Metall ist aktiv und sichtbar
Im letzten Jahr gab es insgesamt nicht nur weniger Neueinstellungen im Südwesten, sondern auch die Beschäftigtenzahlen – besonders in der Metall- und Elektroindustrie – sind zurückgegangen. Parallel dazu ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge rückläufig. Gegen diesen Trend konnte die IG Metall Baden-Württemberg 2025 dennoch fast 23.000 neue Kolleginnen und Kollegen als Neumitglieder gewinnen. Davon fast 5000 Auszubildende, das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent. Barbara Resch erläutert: "Dass wir trotz der angespannten Lage weiter junge Menschen für uns gewinnen, zeigt, dass unsere Themen ankommen und dass wir überall da sind, wo Zukunft gestaltet wird."
IG Metall als Problemlöserin in der Transformation
Wie schon in den Vorjahren setzt die IG Metall Baden-Württemberg stark auf Präsenz in den Betrieben. Ansprachewochen, betriebliche Aktionen und Kundgebungen werden auch in diesem Jahr auf der Agenda der Gewerkschaft stehen.
Resch: "Die Herausforderungen sind gewaltig. Wir sind mit geopolitischen Unsicherheiten, einer fragilen Weltwirtschaft, Streit um Zollpolitik, Stellenabbau und gleichzeitig einem enormen Druck der Transformation konfrontiert. Aber gerade in solchen Zeiten sind wir gefragt. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und unterstützen sie. Und wir suchen ständig das Gespräch mit ihnen: im Betrieb, am Werkstor und natürlich in den Tarifrunden."
Klare Agenda für 2026: Stabilisierung und Zukunftsorientierung
Für 2026 setzt Barbara Resch auf Stabilisierung und Stärkung: "Wir werden weiter auf die Menschen zugehen, zuhören und Lösungen anbieten. In einer Zeit, in der die Unsicherheit wächst, bieten wir Orientierung und Halt. Wir sind die Kraft, die Konflikte aufnimmt und Lösungen aushandelt."
Die Jahres-Pressekonferenz der IG Metall Baden-Württemberg findet an diesem Mittwoch, 28.01.26 in der Bezirksleitung in Stuttgart-Feuerbach statt. Sie können sich hier anmelden.